Kaffeepflanze, Kirsche und Bohne

Wie Kaffee wächst und warum die sogenannte Bohne botanisch der Samen einer Frucht ist.

Stefan Anzinger, SCA AST
Reife rote Kaffeekirschen an einer Arabicapflanze

Was wir Kaffeebohne nennen, ist botanisch meist einer von zwei Samen in einer Kaffeekirsche. Die immergrüne Kaffeepflanze gehört zur Familie der Rötegewächse. Sie bildet duftende weiße Blüten; aus bestäubten Blüten entwickeln sich Früchte, die je nach Art und Varietät unterschiedlich reifen.

Aufbau der Kaffeekirsche

Außen liegen Fruchthaut und Fruchtfleisch. Darunter folgt eine zucker- und pektinreiche Schleimschicht, die häufig als Mucilage bezeichnet wird. Die Samen sind von Pergamenthaut und Silberhäutchen umgeben. Form, Reife und Aufbau variieren; gelegentlich entwickelt sich nur ein runder Samen, die sogenannte Perlbohne.

Art, Varietät und Standort

Im Welthandel dominieren Coffea arabica und Coffea canephora, deren verbreitete Handelsbezeichnung Robusta ist. Innerhalb dieser Arten gibt es zahlreiche Varietäten. Genetik bestimmt nicht allein den Geschmack: Standort, Bewirtschaftung, Reifegrad, Aufbereitung, Röstung und Zubereitung wirken zusammen.

Schatten oder volle Sonne?

Kaffee kann in unterschiedlichen Anbausystemen wachsen – von vielfältigen Agroforstsystemen bis zu stärker spezialisierten Anlagen. Keine einzelne Anbauform erklärt automatisch die Tassenqualität. Entscheidend sind das Zusammenspiel von Pflanze, Standort, Pflege und Ernte sowie ökologische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen.

Quelle

Fachliche Redaktion: Stefan Anzinger, SCA AST

Foto: Bartolomeus Rumahorbo · Unsplash License.

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