Kaffee im Vollautomaten: Bohnen wählen und Geschmack einstellen

Welche Bohnen passen zum Vollautomaten? Mit einem einfachen Ablauf findest du die passende Getränkemenge, Kaffeestärke und Mahlgradeinstellung.

Stefan Anzinger, SCA AST
JURA-Kaffeevollautomat auf der IFA 2018 / JURA bean-to-cup machine at IFA 2018

Ein Vollautomat soll den Alltag erleichtern. Trotzdem lohnt es sich, seine Einstellungen einmal bewusst durchzugehen: Die Werkseinstellung kennt weder deine Bohnen noch deine Lieblingstasse. Unser Vorschlag ist ein kleiner Vergleich, bei dem du jeweils nur eine Einstellung veränderst.

Bei der Bohne anfangen

Wähle zunächst ein Geschmacksprofil, das dich anspricht. Für einen klassischen Espresso können Beschreibungen wie schokoladig, nussig oder kräftig eine Orientierung sein. Wer fruchtige Eindrücke sucht, kann ein entsprechend beschriebenes Profil ausprobieren. „100 % Arabica“ allein beantwortet diese Geschmacksfrage nicht.

Beachte die Vorgaben deiner Maschine. JURA schließt beispielsweise Bohnen aus, die mit Zucker oder anderen Zusätzen behandelt wurden. Kaffeepulver gehört ausschließlich in einen dafür vorgesehenen Pulverschacht, niemals in den Bohnenbehälter.

Vier Schritte zur eigenen Einstellung

  1. Ausgangspunkt notieren. Wähle ein Getränk, das du oft trinkst, und notiere Bohne, Getränkemenge, Stärkestufe und Mahlgrad. Verwende beim Vergleichen dieselbe Tasse.
  2. Getränkemenge prüfen. Ist der Kaffee wässrig, probiere zuerst eine kleinere Menge. Soll die Tasse groß bleiben, kannst du einen kürzeren Kaffee separat mit heißem Wasser verlängern und beide Varianten vergleichen.
  3. Kaffeestärke anpassen. Teste die nächsthöhere oder niedrigere Stufe. Was das Gerät dabei genau verändert, steht in seiner Anleitung. Vergleiche zunächst ohne Milch oder Zucker.
  4. Mahlgrad vorsichtig ändern. Ein feinerer Mahlgrad kann den Durchfluss bremsen; ein gröberer beschleunigt ihn häufig. Wenn der Kaffee nur tropft, ist „noch feiner“ kein sinnvoller nächster Schritt. Verstelle das Mahlwerk ausschließlich so, wie der Hersteller es vorsieht.

So bleibt der Vergleich aussagekräftig

Ändere nicht gleichzeitig Bohne, Stärke und Mahlgrad. Prüfe außerdem in der Anleitung, nach wie vielen Bezügen eine neue Einstellung wirksam wird: Gemahlener Kaffee kann noch im System verbleiben. Notiere anschließend nur drei Dinge: zu leicht oder passend, angenehm oder störend bitter, und deinen nächsten kleinen Versuch.

Teste die gefundene Einstellung zum Schluss in deinem üblichen Getränk, etwa mit Milch. Wenn mehrere Kaffees plötzlich unangenehm schmecken, kontrolliere vor weiteren Rezeptänderungen Reinigung und Pflege nach Herstellerangaben.

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Quellen

Foto: Matti Blume · CC BY-SA 4.0.

Fachliche Redaktion: Stefan Anzinger, SCA AST

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